Pädagogisch-psychologisches Weblog

Oktober 21, 2008

Rechenschwäche – Dyskalkulie

Gespeichert unter: Lernen, Lernprobleme — lerntipp @ 4:04

Rechenschwäche ist der Zustand, in den Kinder nach und nach geraten, wenn sie mit ihrem vorschulischen Wissen und Verständnis für Zahlen auf einen Unterricht treffen, den sie nicht verstehen. In der Grundschule werden Kinder mit ungenügendem Grundwissen oft mit Anforderungen konfrontiert, denen sie bereits anfangs und auch im weiteren Fortgang der Schulzeit nicht gewachsen sind. Die Kinder versuchen mit Regeln lernen, Technik üben und auswendig lernen verzweifelt die geforderten Leistungen zu erbringen. Solche „Defizite“ der Kinder werden leider meistens als „intellektueller Mangel“ der jeweiligen Individuen betrachtet, weshalb Förderunterricht in der Regel nicht am tatsächlichen individuellen Lernstand der Kinder anknüpft. Die bereits bestehende Überforderung wird durch weiteres Üben von unverstandenem Stoff perpetuiert. Am Ende der Grundschulzeit weiß niemand mehr so recht, wie es dazu kommen konnte – nur die Rechenschwäche ist nun zum „Merkmal des Kindes“ geworden. In der Schule wird Rechenschwäche daran bemerkt, dass Kinder gängige mathematische Anforderungen nicht erfüllen können, wobei der LehrerIn in der Regel aufgefallen ist, dass entscheidende Grundbegriffe fehlen. Üblicherweise führt dies dazu, dass Eltern aufgefordert werden mit den Kindern intensiver zu üben.

Durch eine individuelle mathematische Lernstandsdiagnostik sollte geklärt werden, wie das Kind mathematisch verfasst ist. Die individuelle Rechenschwäche wird in einem ausführlichen diagnostischen Arbeitsgespräch mit dem betroffenen Kind untersucht. Entscheidend ist, dass der Diagnostiker in der Arbeit mit dem Kind, dessen individuelle Vorstellungen, Irrtümer, Fehler und auch richtigen Ansätze seines mathematischen Denkens so thematisiert, dass es möglich wird diese Gedanken offenzulegen. In individueller Förderung sollten die diagnostisch erkannten fehlenden Grundlagen neu aufgebaut werden. Dabei sollte dementsprechend bei Verdacht auf Rechenschwäche die LehrerIn die Anforderungen an das Kind in allen mathematisch relevanten Lernbereichen heruntersetzen oder vorübergehend ganz aussetzen. Bewertungen sollen parallel dazu ebenfalls ausgesetzt werden. Eine spätere Integration in den Mathematikunterricht ist von dem erreichten Wissensstand abhängig zu machen.

Quelle: http://www.rechenschwaecheinstitut-volxheim.de/tagder.html


September 21, 2008

Briefe schreiben als Lebenshilfe

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — lerntipp @ 10:11

Schreiben Sie doch mal einen Brief an eines Ihrer Kinder oder an einen anderen Menschen, der Ihnen wichtig ist, und beantworten Sie im Inhalt Ihres Briefs die folgenden Fragen:

  • Worum geht es für mich im Leben?
  • Was zählt unter dem Strich wirklich?
  • Was sind die wirklich wichtigen Fragen im Leben?
  • Welche Gedanken möchte ich an andere weitergeben?
  • Was sind Fehler gewesen, die ich gemacht habe und die ich nicht wiederholen werde?
  • Was sind die wichtigsten Lektionen, die ich gelernt habe?

Versuchen Sie nicht, gleich beim ersten Mal gleich einen perfekten Brief hinzubekommen, sondern schreiben Sie zuerst Bruchstücke und Stichwörter auf. Verbessern Sie diesen Entwurf dann in kleinen Schritten immer weiter. Kritisieren Sie sich dabei möglichst wenig, sondern machen Sie sich vielmehr selbst Mut und sagen Sie sich, dass es beim Schreiben gerade am Anfang dranzubleiben wichtiger ist, als ein gutes Ergebnis zu erzielen Ergänzen und präzisieren Sie den Brief auch in den kommenden Wochen. Wenn Ihr Brief fertig ist, können Sie sich entscheiden: Schicken Sie ihn wirklich an die Person oder behalten Sie den Brief

Quelle: Zeit zu leben-Newsletter Ausgabe 442 vom 21.09.2008

Das Gedächtnis im Alter

Gespeichert unter: Nicht kategorisiert — lerntipp @ 8:28

Bei Untersuchungen der Prozesse im Gehirn von Menschen zwischen 20 und 83 Jahren haben Altersforscher ermittelt, dass das gesunde Gehirn eines alten Menschen ebenso aktiv und effizient ist wie das eines jungen. Das Gehirn ist also bis ins hohe Alter formbar, es wachsen ständig neue Gehirnzellen und es bilden sich neue Verschaltungen (Synapsen), die altersbedingte Verluste an Gehirnzellen ausgleichen.

  • Um das Gehirn zu mobilisieren, müssen wir ständig rege Kopfarbeit leisten: Denkaufgaben lösen, Quizfragen beantworten, in Suchbildern Fehlern nachspüren, Puzzles legen, Gesellschaftsspiele machen, aus dem Stegreif Reden halten, Kopfrechnen, Schach spielen, spiegelverkehrt schreiben, Fremdsprachen lernen, musizieren.
  • Entspannung und Beruhigung sind ebenfalls wichtig, denn produziert der Körper vermehrt Stresshormone, blockieren diese die Nervenzellen und schädigen das Gehirn.
  • Richtiges Atmen sättigt das Blut mit Sauerstoff, was am Besten durch die natürliche Tiefenatmung geschieht: man atmet mit dem Unterleib, der sich wölbt, und atmet lang und kräftig aus (etwa acht Atemzüge pro Minute).
  • Bei der Ernährung sollte man Cholesterinbomben meiden, hingegen helfen die Vitamine C, B1, B2, B3, B6, B12, A, E und P gegen Vergesslichkeit.
  • Manche Pflanzen können der Alterung des Gehirns entgegenwirken: Ginseng und Gingko, Walnuss, Knoblauch, Bärlauch, Melisse, Rosmarin, Johanniskraut.
  • Eher esoterisch klingt die “Farbtherapie”: Gelb fördert die Denkkraft, Orange die Merkfähigkeit, Grün regeneriert das erschöpfte Nervensystem, Blau dämpft Erregung. Nur Rot ist im Allgemeinen geistiger Leistung abträglich.

Quelle: OÖnachrichten vom 20.09.2008

Juli 14, 2008

Wiederholungsprüfung – Nachzipf – Nachprüfung: Was tun?

Gespeichert unter: Elterntipps, Lernen — lerntipp @ 4:24
Tags: , , ,

Bei schlechten Noten sollten Eltern ihre Kinder immer unterstützen, denn Tadel ist in dieser Situation nicht sinnvoll, denn die schlechte Note ist Tadel genug! Misserfolge sind bei allen Menschen die Ursachen für Enttäuschungen und Scham, wobei bei Kindern die Reaktion des Umfelds (Eltern, Lehrer, Mitschüler, Geschwister etc.) für die Verarbeitung der Enttäuschung sehr wichtig ist. Wird ein Kind nämlich durch andere in seinen negativen Überzeugungen verstärkt, so wird es in Zukunft entsprechend handeln.Machen Sie dem Kind keine Vorwürfe, sondern vermitteln Sie ihm Sicherheit und Geborgenheit in dieser schwierigen Situation. Sprechen Sie mit ihm über seine Gefühle und Ängste. Viele Kinder machen sich große Gedanken darüber, wie das Schuljahr nach dem Sitzenbleiben in einer neuen Klasse als “Sitzenbleiber” aussehen könnte. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es keine Schande ist, sondern bei vielen erfolgreichen und berühmten Menschen zum Lebenslauf gehört.

Gute Tipps: Wiederholungsprüfung – Nachzipf – Nachprüfung: Was tun?

Juni 20, 2008

Tipps für eine gute Vorbereitung einer Rede

Gespeichert unter: Lebenshilfe — lerntipp @ 4:40
Tags: , , , ,
  • Gewinnen Sie ein Verständnis davon, wer Sie sind. Entdecken Sie ihr eigenes Wissen, Fähigkeiten, Vorurteile und Potentiale.
  • Gewinnen Sie ein Verständnis Ihres Publikums. Gehen Sie auf das ein, was Ihr Publikum hören will, was es Interessiert, was es glaubt und was es wissen will.
  • Gewinnen Sie ein Verständnis der Situation. Bedenken Sie die Umgebung der Rede und andere unvorhergesehene Faktoren die Sie bei Ihrer Rede beeinflussen könnten.
  • Ahnen Sie die Reaktionen Ihres Publikums voraus. Versichern Sie sich, dass Sie eine klare Absicht haben, so dass Ihr Publikum auf die Weise reagiert, wie Sie es wollen.
  • Suchen Sie nach anderen Informationsquellen. Es sind vielleicht noch weitere Materialien vorhanden die Ihre Rede bunter machen können.
  • Erfinden Sie klare, schlüssige Argumente. Stellen Sie sicher dass der Inhalt Ihrer Rede durch klare und verlässliche Informationen gestützt ist wenn Sie ein Argument vortragen.
  • Strukturieren Sie Ihre Botschaft. Organisieren Sie Ihre Ideen damit das Publikum keine Schwierigkeiten hat, Ihnen zu folgen.
  • Sprechen Sie Ihr Publikum direkt an. Versichern Sie sich dass Sie eine Sprache verwenden, die Ihrem Publikum entspricht.
  • Gewinnen Sie Selbstvertrauen durch Erfahrung. Nur durch gründliche Vorbereitung können Sie Ihre Rede erfolgreich halten. Trainieren Sie Ihren Wortfluss durch wiederholtes Üben. So können Sie selbst über den Erfolg Ihrer Rede bestimmen.

Siehe dazu auch Präsentations- und Vortragstechnik: Rhetorik, Ratschläge für einen schlechten Redner, Präsentations- und Vortragstechnik: Rhetoriktraining

Dezember 26, 2007

Die Methode Schliemann beim Sprachenlernen

Gespeichert unter: Lernen — lerntipp @ 2:10
Tags: , , , , , ,

Ein neuer Lerntipp auf http://schule.lerntipp.at/42/ – die Beschreibung der Methode “Schliemann”: Diese einfache Methode besteht zunächst darin, dass man sehr viel laut liest, keine Übersetzungen macht, täglich eine Stunde nimmt, immer Ausarbeitungen über uns interessierende Gegenstände niederschreibt, diese unter der Aufsicht des Lehrers verbessert, auswendig lernt und in der nächsten Stunde aufsagt (…). Um mir sobald als möglich eine gute Aussprache anzueignen, besuchte ich sonntags regelmäßig zweimal Gottesdienste in der englischen Kirche und sprach bei dem Anhören der Predigt jedes Wort derselben leise für mich nach.”

Dezember 16, 2007

Mit dem Rauchen aufhören

Gespeichert unter: Lebenshilfe — lerntipp @ 9:02
Tags: , , , ,

Der sanfte Weg zum Nichtraucher beginnt mit Achtsamkeit und mehr Lebensfreude. Vera Kaltwasser zeigt einen Weg aus der Nikotinsucht über eine spirituelle Lebenseinstellung. Die Stärkung der Persönlichkeit, mehr Lebenslust und mehr Lebenskraft sind positive Wirkungen. Mit Meditation, Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen, Visualisierungen und Fünf-Elemente-Übungen aus dem Qi Gong hilft die Autorin, den Schritt aus der Abhängigkeit in ein selbstbestimmtes Leben zu machen.

Dezember 13, 2007

Die besten Lerntipps

Gespeichert unter: Lernen — lerntipp @ 4:51
Tags: , , , ,

Die besten Lerntipps findet man auf http://www.lerntipp.at/, und zwar praktische Lerntechniken und Lernmethoden für Schülerinnen und Schüler von der Grundschule über die Höheren Schulen bis zum Universitätsstudium, wobei viele Tipps auch für das Lernen im Erwachsenenalter nutzbar sind. Alle Tipps auf diesen Seiten sind kostenlos verfügbar und werden laufend ergänzt und erweitert.

Bloggen Sie auf WordPress.com.